Presse

Das schreibt die Presse

Pfaffenhofener Kurier 18.02.2016

Förderverein für das ZBF
Pfaffenhofen (PK) Seit September 2015 ist das Team des ZBF, Zentrum für Berufs- und Familienförderung, im ehemaligen Rot-Kreuz-Haus in Pfaffenhofen aktiv. Das Leitwort „für ein gutes Leben für alle“ steht dabei im Mittelpunkt der gemeinnützigen Arbeit.

Das Team freut sich über das Interesse der Bevölkerung an den Räumlichkeiten und Projekten und bekommt zunehmend Unterstützung in der Kreativwerkstatt und dem Lernplatz. Zudem gibt es bereits Anfragen für Verhinderungspflege im Rahmen des Projektes „Netzwerk Pflege und Betreuung“. Bald soll das Familienzentrum im Erdgeschoss nach dem Abschluss der Umbaumaßnahmen die Pforten öffnen. Dieses Projekt benötigt ein großes Team. Damit das ZBF langfristig betrieben werden kann und auf sicheren Füßen steht, soll heute Abend, 19 Uhr, im Zentrum an der Rot-Kreuz-Straße 2 in Pfaffenhofen ein Förderverein gegründet werden. Zur Gründungsversammlung sind alle Interessenten eingeladen.

Pfaffenhofener Kurier

Pfaffenhofener Kurier 16.02.2016

ZBF-Förderverein wird gegründet

Pfaffenhofen (PK) Für das Zentrum für Berufs- und Familienförderung (ZBF), das seit September vergangenen Jahres im ehemaligen Rot-Kreuz-Haus ansässig ist, soll ein Förderverein gegründet werden.

Die Gründungsversammlung findet am Donnerstag, 18. Februar, 19 Uhr, im ZBF an der Rot-Kreuz-Straße 2 statt. Nach der Aussprache zur Gründung des Vereins werden die Projekte vorgestellt, ein Entwurf für die Vereinssatzung diskutiert und verabschiedet. Es folgt die Wahl des Vereinsvorstandes und im Anschluss werden die Aufnahmegebühr und die Mitgliedsbeiträge für das kommende Geschäftsjahr vorgestellt. Der Förderverein soll dazu beitragen, das ZBF auch finanziell fit für die Zukunft zu machen, er soll aber auch Gelder an Projekte beziehungsweise Unterstützung im sozialen wie kulturellen Bereich geben können. Alle Interessenten sind zur Gründungsversammlung eingeladen.
Pfaffenhofener Kurier

Donaukurier 21.08.2015

Grundstein für neues Zentrum gelegt

Pfaffenhofen (PK) Der Abriss ist vorerst vom Tisch: Für das alte Rot-Kreuz-Haus haben sich zwei Pfaffenhofenerinnen ein neues Konzept überlegt, das sie am Donnerstag auch interessierten Bürgern vorgestellt haben.
Abriss und Neubau von Wohnungen? Vorläufig sind die Pläne vom Tisch; denn der Plan, im alten BRK-Haus an der Rot-Kreuz-Straße ein Zentrum für Berufs- und Familienförderung zu betreiben, hat offensichtlich auch den Immobilienunternehmer Hans Irchenhauser überzeugt. Und dass auch sonst Interesse besteht, zeigte die rege Teilnahme – darunter auch einiger Jugendlicher – beim Einführungsabend am Donnerstag. So kann – nach Vorbereitung einer Satzung für den Förderverein – voraussichtlich schon am 1. September die Gründung des Vereins, der die Trägerschaft übernehmen soll, erfolgen.

Die Moderation beim Einführungsabend hatte Michael Epping übernommen; er stellte zunächst die Vorüberlegungen dar – etwa, dass der Verein gemeinnützig sein werde und das große Haus selbstverständlich auch für andere Gruppierungen gegen Miete zur Verfügung stehen solle, darunter auch beispielsweise für Familienfeiern und Ähnliches, wofür es in Pfaffenhofen nur wenig geeignete Räumlichkeiten gebe.

Danach stellte sich Petra Perzl-Rottenkolber vor, die gemeinsam mit Christine Rist das neue Zentrum aufbauen möchte. Sie sei selbst ausgebildete Sanitäterin, habe jahrelang Ausbildungen in Pflege und Betreuung absolviert und sei nun vor allem im Bereich Suchtkranke und Langzeitarbeitslose tätig. Sie setze sich unter anderem auch für Jugendliche ein, die einen Ausbildungsplatz suchen; so habe sie einen 30-jährigen Syrer an eine Stelle vermittelt, der dort anerkannt gute Arbeit leiste. Sie betonte aber: „Wir müssen die Räumlichkeiten vermieten, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen.“

Christine Rist verwies darauf, dass „die Aktivitäten im Haus schon fortgeschritten“ seien, wie man am Gerüst vor dem Haus sehen könne. Man wolle auch mit der Stadt zusammenarbeiten, etwa mit einem Angebot von Mittagessen für Bedürftige. Auch der sogenannte Lernplatz sei wichtig, um unter anderem Schüler auf den Quali oder Lehrlinge auf die Abschlussprüfungen an der Berufsschule vorzubereiten. Sie informierte weiterhin über zahlreiche Vorhaben (PK berichtete). Dabei hob sie hervor, dass man „anderen Organisationen wie der Caritas oder dem Roten Kreuz keine Konkurrenz machen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten“ wolle.

Michael Epping forderte nun die Anwesenden auf, „Ideen, die etwas ändern können,“ vorzubringen. Und da kam vieles: Mehrfach wurde betont, man müsse die ältere Generation mit einbeziehen, die oft vereinsame; es solle auch Kontaktmöglichkeiten zwischen den Altersstufen geben, wobei zum Beispiel auch die Jüngeren Ältere im Umgang mit Computern oder Handys sicherer machen könnten. Angeregt wurden Kreativkurse, Kochkurse und anderes. Auch wollen die Ehrenamtlichen unbedingt Sponsoren gewinnen, um den Verein auf eine sichere Grundlage zu stellen. Dass Interesse von Seiten der Stadt und einiger Firmen bestehe, habe man bereits festgestellt, betonte Perzl-Rottenkolber.

Nach einer Pause, in der sich einige der Zuhörer bereits Mitgliedsanträge holten, bestand noch Gelegenheit, die vielen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich dabei über alles zu informieren, was man daraus machen könne. Und zwei alte Rotkreuzler bemerkte dazu: „Es ist schön, dass das Haus nicht gleich abgerissen wird, sondern wieder einem Zweck dient, für den auch das Rote Kreuz eintritt.“

Von Erich Gruber

Schrobenhausen 21.08.2015

Das soll das neue Zentrum bieten

n Mittagstisch: Eine Küche gibt es bereits, direkt nebenan ist ein großer Raum. Dort möchten Christine Rist und Petra Perzl-Rottenkolber einen Mittagstisch einrichten – für alle, wie die beiden Frauen betonen. Die Essensausgabe könnte beispielsweise über ein Gutscheinsystem funktionieren.
n Lernplatz: Für Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe – egal ob Real- oder Mittelschule oder auch Gymnasium – soll es einen Raum zum lernen geben. Dort werden auch Computer stehen. „Es ist schon auch ein Erwachsener da“, sagt Rist. „Aber wir möchten eher, dass sich die Schüler untereinander helfen.“

n Elterncafé: In einem Raum sollen Eltern die Gelegenheit haben, sich bei einer Tasse Kaffee untereinander auszutauschen. Direkt nebenan werden derweil die Kinder betreut. In einem weiteren Raum ist bisher geplant, eine Mutter-Kind-Gruppe unterzubringen.

n Stüberl: Im Dachgeschoss gibt es noch die Stube des BRK. Dort können Stammtische – beispielsweise für Langzeitarbeitslose oder Selbsthilfegruppen – unterkommen.

n Lehrsaal: Es gibt größere Räume, in denen Rist und Perzl-Rottenkolber die Möglichkeit für Vorträge, Ausbildung, Weiterbildung und dergleichen bieten wollen. Auch Kurse im Rahmen der Verhinderungspflege sollen dort stattfinden können. Genauso sind beispielsweise Ü-50-Kurse geplant oder können auch Lehrveranstaltung für Schulabschlüsse stattfinden.

n Auch verschiedene Vereine kommen in dem Gebäude unter. Der MTV Pfaffenhofen, Pro Asyl und der Internationale Kulturverein ziehen dort in eigene Büros ein.

n Es gibt außerdem Räume, die anderweitig gemietet werden können: einen Konferenzraum, möglicherweise auch Arbeitsplätze in Büros (Office-Sharing). SZ

Pfaffenhofen 19.08.2015

Neue Pläne für altes BRK-Haus

Alles unter einem Dach: Christine Rist und Petra Perzl-Rottenkolber engagieren sich seit Jahren in verschiedenen Einrichtungen und Vereinen – nun wollen sie diese Arbeit bündeln. Im ehemaligen Rot-Kreuz-Haus bauen sie ein Zentrum für Berufs- und Familienförderung auf. „Ich habe das schon lange im Kopf gehabt“, erzählt Rist. „Ich mach’ da was und dort was – das Engagement möchte ich einfach bündeln.“ Ihrer Mitstreiterin Perzl-Rottenkolber geht es ähnlich: „Und da haben wir festgestellt, dass wir ja beide das Gleiche wollen – also tun wir uns zusammen.“

uss: Gestern haben Maler den neuen Schriftzug „Innovativzentrum für Berufs- und Familienförderung“ an die Wand des ehemaligen Rot-Kreuz-Hauses gemalt. Christine Rist (links) und Petra Perzl-Rottenkolber planen derweil noch die finalen Schritte für die Vereinsgründung – sie soll heute Abend um 19.30 Uhr in dem Gebäude stattfinden - Foto: Lodermeyer

uss: Gestern haben Maler den neuen Schriftzug „Innovativzentrum für Berufs- und Familienförderung“ an die Wand des ehemaligen Rot-Kreuz-Hauses gemalt. Christine Rist (links) und Petra Perzl-Rottenkolber planen derweil noch die finalen Schritte für die Vereinsgründung – sie soll heute Abend um 19.30 Uhr in dem Gebäude stattfinden – Foto: Lodermeyer

In dem großen Gebäude am Ufer des Gerolsbachs wollen sie diese Idee eines Zentrums für Berufs- und Familienförderung nun umsetzen. Eigentlich sollte das alte BRK-Haus abgerissen werden, Bauträger Hans Irchenhauser hatte vor rund einem Jahr auch bereits einen Architektenwettbewerb abgehalten und die Pläne vorliegen. „Ich hab’ in der Zeitung gelesen, dass das Haus wegkommen soll – da hab ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und den Hans angerufen“, erzählt Rist.

Irchenhauser selbst ließ sich die Idee erst ein paar Wochen durch den Kopf gehen. „Ich habe schon etwa ein halbes Jahr überlegt“, sagt er. „Ich habe ja auch schon jede Menge Nachfragen wegen der Wohnungen gehabt.“ Daher ließ er beide Projekte – das neue Zentrum und das mögliche Mehrparteienhaus – parallel weiter planen. Dann aber habe ihn Rist mit ihrem Konzept überzeugt und Irchenhauser entschied sich, den Abriss und Neubau erst einmal zu vertagen. „In dieser Lage, direkt neben dem Gerolsbach – da kann man so eine Wohnbebauung auch in fünf oder in zehn Jahren immer noch machen“, erklärt Irchenhauser.

Die ursprüngliche Idee wurde somit zu seinem Plan B „und der ist ja nicht gestorben deswegen“. Stattdessen sollen Rist und Perzl-Rottenkolber nun erst einmal das Zentrum für Berufs- und Familienförderung aufbauen – „ich gehe davon aus, dass es läuft“, sagt Irchenhauser –, anschließend will er sein weiteres Vorgehen planen. Eine genaue Absprache, wie lange das Gebäude nun das neue Zentrum beherbergen soll, gibt es laut Irchenhauser nicht: Je nachdem, wie gut die Idee in Pfaffenhofen Fuß fasst, können Rist und Perzl-Rottenkolber die Räume ein paar Jahre nutzen – oder auch nach einiger Zeit problemlos den Mietvertrag auflösen.

Für die Zeit, während der die beiden Pfaffenhofenerinnen und ihre Mitstreiter das Gebäude nutzen, bekommt Irchenhauser monatlich 5000 Euro Miete; für die nötigen Umbaumaßnahmen – einige Wände müssen neu gestrichen werden, in manchen Räumen kommt der Teppichboden heraus – stellt er ihnen das entsprechende Material zur Verfügung.

Nun soll das Zentrum bald starten: Zum 1. September planen Rist und Perzl-Rottenkolber mit dem offiziellen Beginn. Letztlich soll an der Rot-Kreuz-Straße ein „Schnittpunkt zwischen Sozialstation, Angehörigen und Leuten, die etwas tun wollen“ entstehen, wie Rist es zusammenfasst. In Konkurrenz zu anderen bereits etablierten Einrichtungen wollen sie nicht treten: „Wir wollen ein Miteinander mit Firmen, Stadt und karitativen Einrichtungen“, sagt Perzl-Rottenkolber. „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen.“

Am heutigen Donnerstag wollen die beiden Frauen einen Förderverein gründen. „Aus Erfahrung wissen wir, dass die Umsetzung eines so großen Projektes nicht auf einzelnen Schultern ruhen kann und auch nicht von heute auf morgen passiert“, schreiben sie in der Einladung zu dem Treffen, das um 19.30 Uhr im ehemaligen BRK-Haus in Pfaffenhofen beginnt. Sie wollen an diesem Termin ihr Konzept vorstellen – und auch Unterstützer gewinnen, sowohl ehrenamtliche Helfer als auch finanzieller Art. Daher sei jeder, „der etwas bewegen will“ eingeladen. „Wir brauchen Leute, die anpacken“, sagt Perzl-Rottenkolber.

Von Claudia Lodermeyer